Jahreshauptversammlung Hutschla, hutschla Ho z Rungeli!
9.11.2013 im Zunfthüsle z Rungeli
Im aus allen Nähten platzenden Zunfthüsle in Rungelin konnte der Zunftmeister Michael Neyer Abordnungen aus vielen benachbarten Zünften begrüßen. Mit den Worten: Man trifft sich im Leben immer zweimal – bei den Zünften ist diese Redewendung aufgehoben, denn wir sehen uns in der Fasnat des öfteren, begrüßte er die Anwesenden. Locker und gewandt moderierte er die Jahreshauptversammlung, ließ die vergangene Fasnat in Wort und Bild vorbei ziehen. Gelungen war die Videopräsentation von Heinzi und Vompi – alles wurde gezeigt, ohne Zensur! Die Betroffenen zeigten Humor, den Humor ist, wenn man trotzdem lacht und zu Lachen gab es an diesem Abend sehr viel!
Der Zunfti berichtete von den Sorgen der Zunft, da der Datenschutz es immer schwerer macht, die Senioren zum Kaffeenachtmittag einzuladen. Allerdings wusste Joe Fritz natürlich sofort einen Rat. FACEBOOK heißt das Zauberwort, hier ist ja schließlich alles möglich! Wenigstens hat es der Zunfti geschafft, endlich einen Briefkasten an seiner Behausung anbringen zu lassen, dauerte ja nur ein Jahr!!!
Man wurde an diesem Abend über einiges aufgeklärt! Die meisten wussten gar nicht, dass die Zunft beim letzten Landesnarrentag eigentlich im Ausland war, denn die Sprachbarrieren im veranstaltenden Lustenau waren unüberwindlich, das „Loutschnouerisch“ brachte so manchen Zünftler zur Verzweiflung! „Was hot dia gset – was mant dia denn?“! Aber auch diese Probleme wurden vom Tausendsassa Michael gelöst! Es gibt ja eigentlich nichts, was der nicht kann! Gut, ein Problem scheint einfach nicht lösbar zu sein: Kurz vor Beginn der Sitzung war wieder einmal eine Sicherung „geflogen und hatte für Dunkelheit gesorgt! Dabei waren am Samstag vor der Sitzung drei „Haus- und Hofelektriker“ zu Werke gewesen, um genau dieses Problem unmöglich zu machen! Genutzt hat es aber scheinbar doch nichts! Wenigstens während der Sitzung war durchgehend für Licht gesorgt. Dafür sorgten nicht nur die hellen Köpfe, die sich unter „Gäste haben das Wort“ zu Wort meldeten, sondern sehr helle und geistreiche Einwürfe einiger Anwesenden! All das sorgte dafür, dass die Jahreshauptversammlung lebendig und kurzweilig verging.
Der Bürgermeister Mandi Katzenmayer sorgte für den Lachschlager des Abends. In seiner Rede merkte er auf, dass er nun endlich wisse, das Peter Wolfsberger nicht nur das Telefon abnehmen kann, sondern auch in der Lage ist, selbst abzunehmen. Nunmehr erfülle der die Kriterien des VVF, denn dort werden nur Personen im Präsidium zugelassen werden, die nicht mehr als 53 Kilogramm auf die Waage bringen. Langsam werde ihm das unheimlich, vor allem weil der anwesende Präsident Michel Stocklasa ihn in dieser These sogar noch unterstützte. Mandi mach dir nur keine Sorgen, der BMI des Fasnatsratsvorsitzenden Peter wird schon wieder Normalwerte erreichen! Eichhörnchen und Bären „fressen“ sich vor dem Winter einen Winterspeck an, um über den Winter zu kommen, Peter weiß, was ihn in der Fasnat erwartet und geht den umgekehrten Weg! Am Ende der Saison hat er wieder „Normalfigur“ und das Spiel geht wieder von vorne los!
Es gibt doch viel wichtigere Themen die es zu besprechen gibt. So zum Beispiel kann es doch nicht sein, dass beim heurigen Verbandstag das Bier ausging!! Michel verspricht dem Zunftmeister, dass dies 2014 nicht geschehen wird, dafür werde er höchstpersönlich sorgen! Diese Ansage wird wohlwollend zu Kenntnis genommen und mit Applaus bedacht!
Die Rungliner Zunft ist in der erfreulichen Situation, nach einem Probejahr 9 Mitglieder in die Zunft aufnehmen zu können, des weiteren kamen 6 junge Menschen ins Probejahr! Für Nachwuchs ist somit gesorgt. Die Mitglieder Schlicki, Lini und Christian wurden mit dem VVF Orden in Silber ausgezeichnet. Höhepunkt der Ehrungen war aber die Auszeichnung der Säckelwartin Karin Wolfsberger, die für 25 jährige Mitgliedsschaft und Mitarbeit in der Rungeliner Zunft ausgezeichnet wurde. Damit sie ihren Gatten und ihre Familie gesund bekochen kann, bekam zusätzlich zur Ehrenurkunde noch einen Korb mit lauter gesunden Sachen, wie Gemüse, Obst und Vitalsäften überreicht. Wie der Ehrenzunftmeister Josef Gassner in seinen Abschlussworten anmerkte, ist dies alles ein Zeichen dafür, dass es in der Zunft stimmt, dass Jung und Alt zusammen arbeiten können, dass alle an einem Strick ziehen und nur so kann es funktionieren.
Während Helga und Didi in der Küche werkten, sorgten Lisi, Elli und Moni dafür, dass keiner der Anwesenden auf dem Trockenen saß! Die Sitzung endete natürlich mit einem dreifachen Hutschla, hutschla ho! Damit war der Abend aber noch lange nicht beendet, gemütlich wurde noch diskutiert und Hüttenwirt Mäggi hob die Sperrstunde auf!
Wir freuen uns jetzt schon auf die Fasnat und die beginnt diesmal ja in der Talsenke, im Städtle – somit ersparen wir uns diesmal wenigstens eine mühselige Anreise und vor allem verstehen wir die Einheimischen und benötigen keine Übersetzer!!
(VVF-Bezirksredakteur Bludenz)


